navi soft
Navi Soft
Aktuelle, mobile Navigationssysteme können heute dank grossen, eingebauten Arbeitsspeichern mit einer sehr hohen Genauigkeit navigieren. Diese Navigation ist lediglich abhängig von dem zur Verfügung stehenden, digitalen Kartenmaterial. Dieses liegt normalerweise als Vektorgrafik vor und kann über eine Schnittstelle mit dem Computer aktualisiert werden. Die Darstellung dieser Vektorgrafiken wird vielfach als zwei- bzw. dreidimensionale Ansicht angeboten. Das Rohmaterial der Karten wird derzeit durch zwei weltweit agierende Anbieter zur Verfügung gestellt; die Firmen Tele Atlas und Navteq. Die Navigationsgeräte werden vielfach als OEM Geräte (OEM = Original Equipment Manufacturer -> engl. Für Originalgerätehersteller) im Namen der Hersteller der Navigationssoftwaren hergestellt und dann mit deren Markennamen versehen und in den Handel gebracht.
Gerade die Verwendung von den zuvor benannten Navigationsgeräten ist insbesondere für den ungeübten Benutzer von Vorteil, da auf ihnen ausschliesslich die Navigationssoftware läuft und diese durch intuitive Benutzerführung leicht zu bedienen ist. Weiterhin besteht eine hohe Stabilität der Software gegenüber Systemabstürzen, da keine anderen Applikationen auf dem Navigationssystem laufen, welche die Systemstabilität beeinflussen können, wie dies z.B. bei Handy- oder PDA-Navigationssystemen der Fall sein kann.
Zu Beginn der massenhaften Verbreitung mobiler Navigation wurden Komplettsysteme auf PDAs (Personal Digital Assistant) aufgesetzt und verbreitet. Ab dem Jahr 2005 kamen zunehmend Geräte auf den Markt, deren Hardware und das notwendige Betriebssystem ausschliesslich auf den Navigationsbetrieb ausgelegt waren. Multimedia- und
Organizerfunktionen fehlen bei diesen Geräten ebenso wie Bluetooth- oder USB Schnittstellen - oder diese sind vielfach drastisch in ihrer Funktion eingeschränkt. Durch diese Funktionseinschränkungen wird das verwendete Betriebssystem erheblich ressourcenfreundlicher, was wiederum dazu führt, dass die Hersteller deutlich geringere Anforderungen an die verwendete Hardware stellen (Prozessorgeschwindigkeit, Speicherkapazität, etc.) müssen. Auch fehlende Lizenzkosten, wie bei bei PDA-Systemen für das jeweilig verwendete Betriebssystem üblich, verringern die Herstellungskosten für diese Geräte deutlich. Dies wirkt sich deutlich auf die Preise der Geräte aus und sorgt dafür, dass PDA- oder Handy gestützte Navigationslösungen durch diese PNA (Personal Navigation Assistant) genannten Geräte zunehmend verdrängt werden.
Mobile PNAs werden meistens mittels eines Saugfusses im Fahrzeug an der Windschutzscheibe befestigt und besitzen, im Gegensatz zu werksseitig eingebauten Navigationssystemen oder PDAs, zur Eingabe des Zielortes einen sogenannten Touchscreen (berührungssensitiven Bildschirm). Auf diesem wird oftmals eine Tatstatur zur Dateneingabe eingeblendet. Fest eingebaute Navigationssysteme oder PDAs verfügen über Drehknöpfe oder Druckknopf-Tastaturen für die Zieleingabe.